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22.04.2025 Lukas Müller

5 häufige Fehler bei Mykorrhiza – und wie du sie vermeidest

5 häufige Fehler bei Mykorrhiza – und wie du sie vermeidest

Mykorrhiza kann Pflanzen bei der Erschließung von Wasser und Nährstoffen unterstützen – vorausgesetzt, Pilz und passende Pflanzenwurzel können tatsächlich eine Symbiose eingehen. In der Praxis scheitert die Anwendung oft nicht am Produkt, sondern an einigen einfachen Fehlern.

Hier sind fünf typische Stolperfallen und die bessere Vorgehensweise.

Fehler 1: Kein direkter Kontakt zur Wurzel

Mykorrhizapilze brauchen eine lebende, kompatible Wurzel als Partner. Wird ein trockenes Inokulum lediglich weit entfernt von der Wurzel auf die Erdoberfläche gestreut, sinkt die Chance auf schnellen Kontakt.

Besser: Beim Einpflanzen oder Umtopfen direkt in den Bereich der Wurzeln beziehungsweise ins Pflanzloch geben. Bei bestehenden Pflanzen kann das Material vorsichtig in erreichbare Wurzelnähe eingebracht werden.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du unter Mykorrhiza beim Umtopfen richtig anwenden.

Fehler 2: Mehr Produkt mit mehr Wirkung verwechseln

Mykorrhiza ist kein klassischer Dünger. Entscheidend ist nicht, möglichst viel Pulver in den Topf zu geben, sondern ausreichend Inokulum an geeignete Wurzeln zu bringen.

Besser: Die Dosierung des jeweiligen Produkts beachten. Bei Mykoritter Premium Mykorrhiza ist vor allem die gezielte Anwendung im Wurzelbereich wichtig.

Fehler 3: Sehr hohe Phosphorversorgung

Die Ausbildung einer arbuskulären Mykorrhiza wird unter anderem durch die Nährstoffsituation beeinflusst. Besonders bei sehr hoher Phosphorverfügbarkeit kann die Pflanze weniger stark in die Symbiose investieren.

Besser: Bedarfsgerecht düngen statt pauschal zu überdüngen. Mineralischer Dünger ist nicht grundsätzlich mit Mykorrhiza unvereinbar; problematisch können vor allem ungünstige Konzentrationen und Bedingungen sein.

Mehr dazu erklärt unser Guide Mykorrhiza und Dünger: Was funktioniert zusammen?.

Fehler 4: Staunässe und schlechte Bodenstruktur

Dauerhaft wassergesättigtes, stark verdichtetes Substrat belastet Wurzeln und verändert die Bedingungen im Wurzelraum. Das ist keine gute Grundlage für ein funktionierendes Bodenökosystem.

Besser: Auf ein zur Pflanze passendes, luftiges Substrat, funktionierende Drainage und einen ausgeglichenen Wasserhaushalt achten.

Fehler 5: Eine nicht kompatible Pflanze behandeln

Nicht jede Pflanzenfamilie bildet eine arbuskuläre Mykorrhiza. Zu den bekannten Ausnahmen gehören beispielsweise viele Kreuzblütler wie Kohl, Brokkoli und Senf.

Besser: Vor der Anwendung prüfen, ob die Pflanzenart grundsätzlich mit arbuskulären Mykorrhizapilzen zusammenarbeitet. Konkrete Beispiele findest du in unseren Guides zu Tomaten und Gemüse sowie Zimmerpflanzen.

Bonus: Fungizide nicht ignorieren

Da Mykorrhiza selbst ein Pilz ist, können bestimmte fungizide Wirkstoffe die Etablierung beeinflussen. Das hängt vom Wirkstoff, der Konzentration und dem Anwendungszeitpunkt ab.

Wenn gleichzeitig Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, sollte deshalb geprüft werden, ob sie mit dem verwendeten Mykorrhiza-Inokulum kompatibel sind.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Mykorrhiza?

Besonders praktisch ist die Anwendung beim Einpflanzen und Umtopfen, weil die Wurzeln dann leicht erreichbar sind. Zeitpunkt und Dosierung erklären wir ausführlich im Mykorrhiza-Anwendungs-Guide.

Fazit

Für eine erfolgreiche Anwendung zählen vor allem drei Dinge: eine kompatible Pflanze, direkter Wurzelkontakt und passende Bedingungen im Wurzelraum. Mehr Produkt ersetzt diese Grundlagen nicht.

Wenn du Mykorrhiza gezielt beim Pflanzen oder Umtopfen einsetzen möchtest, findest du hier Mykoritter Premium Mykorrhiza. Die biologischen Grundlagen findest du im großen Mykorrhiza-Guide.

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